Freitag, 6. Februar 2009

Der erste Tag im Kindergarten

Der berühmte erste Tag ist für jedes Kind ein wichtiges Erlebnis. Für die ganz Kleinen ist es das allererste Mal in der Kindertagesstätte oder im Kindergarten.Die Größeren erleben den ersten Schultag an der Grundschule oder an der weiterführenden Schule… Das Leben der Kinder steckt voller (Neu-) Anfänge und jeder erste Tag markiert ein neues Kapitel...und ist ein weiterer Schritt zur Selbstständigkeit. Was kann man tun, um sein Kind am besten auf das große Ereignis vorzubereiten? Wir geben Ihnen nützliche Tipps, damit Ihr Kind nach den Ferien gut gewappnet ins neue Schuljahr startet.

Den Kinderhort kennenlernen

Der erste Tag ist in Wirklichkeit gar nicht der allererste Tag, da Ihr Kind die Betreuer/innen und die Räume ja bereits schon vorher bei einem Probetag oder einem Tag der offenen Tür kennen gelernt hat. Wenn Sie Ihr Baby anmelden, müssen Sie mehrmals mit Ihrem Kind vor Ort erscheinen. In den meisten Kinderhorten ist eine Besichtigung vorgesehen. Laufen Sie mit Ihrem Kind auf dem Arm durch die Räume, selbst wenn es noch klein ist und sprechen Sie ruhig mit ihm. Das gibt Ihrem Schatz Gelegenheit dazu, sich mit den Gesichtern der Betreuerinnen vertraut zu machen. Spielen Sie im Kinderhort auch mit Ihrem Baby, um ihm von vornherein die Ängste zu nehmen. In manchen Kindertagesstätten gibt es zwei Wochen vor dem 1. Tag eine Anpassungsphase, die ca. zwei Wochen dauert. Sie lassen Ihr Kind während dieser Zeit ungefähr zwei Stunden täglich im Kinderhort und steigern Ihre Abwesenheit jeden Tag ein wenig mehr. Informieren Sie sich allerdings vorher, ob Ihre Kindertagesstätte dies anbietet, denn aus Organisationsgründen ist es leider nicht immer möglich.

Geben Sie Ihrem Kind Sicherheit

Erklären Sie Ihrem Kind immer, warum es ab sofort in dieser unbekannten Umgebung sein wird: Sie fangen wieder an zu arbeiten und er oder sie wird sich dort mit den anderen Babys spielerisch vergnügen. Natürlich versteht Ihr kleiner Sonnenschein noch nicht jedes Wort. Aber er bekommt den Kontext mit und spürt, dass Sie ihn beruhigen und aufmuntern möchten. Verabschieden Sie sich immer, bevor Sie gehen und bestätigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es am Ende des Tages abholen werden. Geben Sie Ihrem Baby einen Schall oder ein T-Shirt mit, das Sie getragen haben und das nach Ihnen riecht. Bitten Sie die Betreuerinnen darum, das Kleidungsstück neben das Baby zu legen, wenn es seinen Mittagsschlaf macht. Der erste « echte » Tag ist da: Wiederholen Sie die oben genannten Erklärungen, umarmen Sie Ihr Kind, sagen Sie „Tschüss“ und gehen Sie ohne zu warten: Denn je länger die Abschiedszene dauert, desto dramatischer wird es für das Kind. Ihr Kind bekommt dadurch Angstzustände und wird vermutlich weinen… Reden Sie sich auch selbst gut zu, denn Ihr Kind ist in besten Händen! Es wird also alles gut gehen. Beobachten Sie auch Ihre eigenen Reaktionen: Wetten dass diese Trennungsprüfung für Ihre kleine Maus viel schwieriger ist als für Sie?

Vorbereitung auf den Kindergarten

Alle Eltern fürchten diesen Moment ein wenig! Dabei müssen gar nicht zwangsläufig Tränen fließen. Besuchen Sie den Kindergarten wenn möglich schon vor dem Anfang des Schuljahres und versuchen Sie auch, die Kindergärtnerinnen zu treffen. Bleiben Sie bei Ihrem Kind und erklären Sie, wozu die Räume dienen: „Hier hängst Du Deine Jacke hin, hier ziehst Du die Schuhe aus, hier ist die Spielecke und hier machst Du mit den anderen Kindern den Mittagsschlaf." Bauen Sie schon ein paar Tage vorher die Vorfreude auf den Kindergarten auf: „Der Kindergarten ist toll, man kann mit den anderen Kindern spielen, basteln und macht viele interessante Sachen... Und: Du schaffst das, denn Du bist doch jetzt schon ein Großer!“.Kaufen Sie mit Ihrem Zwerg zusammen die Schulsachen für „Große“ ein: ein Federmäppchen mit altersgerechten Stiften, eine Schürze zum Basteln, die Hausschuhe für den Kindergarten...und warum nicht, wenn Ihr Kind das möchte, auch einen Minischulranzen! Selbst wenn Ihr Kind noch keinen braucht, das Symbol ist wichtig! Nehmen Sie sich wenn möglich einen halben oder einen ganzen Tag frei: Es ist wichtig für Ihr Kind, dass es in diesem Moment nicht alleine ist. Bringen Sie Ihren Sprössling am Vorabend früh ins Bett. Und erklären Sie beim Schlafengehen gleich, um wie viel Uhr er am nächsten Tag aufstehen wird und wie der Tagesablauf aussieht!

Der große Tag

Begleiten Sie Ihr Kind am Morgen, aber reden Sie nicht zu viel über den Kindergarten. Wenn Sie ständig erzählen, wie toll der Kindergarten ist, erreichen Sie damit womöglich das Gegenteil! Halten Sie sich im Kindergarten an die Vorgaben: Wo zieht man die Schuhe aus, wo kommt die Jacke hin usw. Gehen Sie bis in den Gruppenraum mit, verabschieden Sie sich und geben Sie Ihrem Kind einen Abschiedskuss. Sagen Sie noch „Ich hole Dich heute Abend um x Uhr ab“ und gehen Sie dann zügig. Ziehen Sie die Trennungsphase auf keinen Fall in die Länge. Das würde die Schwierigkeiten nur verstärken, wenn es welche gibt. Auch wenn es schwer zu ertragen ist: Lassen Sie sich nicht beunruhigen, wenn Ihr Kind weint. Die Tränen trocknen so bald sie draußen sind und Ihr Kind mit den Anderen spielt. Am Abend steht der Kindergartenneuling im Mittelpunkt: Nach einem langen Tag muss sich Ihr Schatz vielleicht erst einmal austoben. Hören Sie danach zu, wenn Ihr Kind von seinem Tag erzählt und bombardieren Sie es nicht mit Fragen, auch wenn Sie vor Neugier fast sterben. Machen Sie Ihrem Kind an diesem besonderen Tag eine kleine Freude: eine winzige Schultüte, das Lieblingsessen oder eine Schmusestunde vorm Einschlafen.

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