Montag, 2. Februar 2009

Partizipative Kindererziehung

Der partizipative Erziehungsstil betont die partnerschaftliche und kooperative Komponente des Erziehungsprozesses. Es dominieren weder die Kinder noch die Erwachsenen die Erziehung. Vielmehr wird ein gegenseitiger Austausch und eine offene Abstimmung angestrebt werden.

Der partzipative Erziehungsstil beruft sich auf die Erkenntnis, dass Erziehung ohne gute Beziehung nicht möglich ist. Partizipative Erziehung ist die gemeinsame Absprache, das Aushandeln von Umgangsformen und Regeln mit Begründung und Erläuterung, mit dem Ziel beim Kind Selbständigkeit und Autonomie zu fördern und Leistungsfähigkeit und soziale Verantwortlichkeit zu stärken. Der Grundgedanke des partizipativen Erziehungsstils ist das "magische Zieldreieck der Erziehung". Es definiert drei pragmatische Pole der Erziehung, welche als Ziele zu verstehen sind. Am Pol der "Anerkennung" kommt es darauf an, dem Kind Wärme, emotionale Zuwendung und Akzeptanz zu zeigen. Am Pol der "Anregung" kommt es darauf an, Kindern positive Rückmeldungen zu geben, zugleich aber auch Impulse für eine Weiterentwicklung und Verbesserung des Entwicklungsstandes zu vermitteln. Am Pol der "Anleitung" kommt es darauf an, ein entwicklungsangemessenes, der Persönlichkeit des Kindes gerecht werdendes Ausmaß von klaren Vereinbarungen und Umgangsformen festzulegen. Günstig für die Entwicklung des Kindes ist ein gut dosiertes Ausmaß von Regeln mit klar festgelegten und begründeten Sanktionen, die bei Regelbruch sofort eingesetzt werden, so entwickelt sich das Gewissen und die innere Kontrolle des Kindes, welche zu Selbstdisziplin führt.

Dieses Modell der Erziehung ist nur umsetzbar, wenn die Eltern sich vorbildlich verhalten und zugleich offen für die Bedürfnisse und Interessen des Kindes sind. Durch diesen erzieherischen Prozess wird das Kind tagtäglich in seiner Entwicklung zu Selbständigkeit, Leistungsfähigkeit und Verantwortung angeregt.

Aus den obengenannten Gründen ist der partizipative Erziehungsstil der ethisch-moralisch vertretbarste und pädagogisch wirksamste. Er gibt Kindern die Möglichkeit, sich am Aufbau eines sozialen Regelsystems zu beteiligen, die Gestaltung des Umgangs miteinander und auch die Reaktion auf Verletzung der Umgangsregeln von sich aus mit zu beeinflussen und bei Konflikten eigene Lösungen zu finden und damit die eigene Persönlichkeit zu stärken

Kinder, die alles machen was die Eltern sagen gibt es wohl nicht. Das sollte allen Eltern bei der Erziehung Ihrer Kinder klar sein. Wäre es nicht langweilig wenn jedes Kind immer und sofort auf Kommando hören würde?

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