Donnerstag, 5. Februar 2009

Raus an die Luft! Aber wie?

Im Alltag mit dem Baby erleben die Eltern oft eine seelische Achterbahnfahrt. Dazu gehört eine Phase der Hochstimmung, aber oft auch der Erschöpfung; manche Frauen und auch Männer fühlen sich gerade jetzt sehr niedergeschlagen.

Raus an die Luft

Auch zarte Winterbabys brauchen frische Luft, die auch das Immunsystem des Babys stärkt. Es spricht nichts dagegen mit Babys ab drei Wochen auch bei kälterem Wetter einen schönen Spaziergang zu unternehmen.

Ziehen Sie dem Baby mehrere, ausreichend weite Kleidungsstücke übereinander, die man je nach sich verändernder Temperatur leicht wieder aus- oder wieder anziehen kann. Beginnen Sie z. B. mit dem Baumwoll-Hemdchen, darüber Hose und Pulli, und zum Schluss einen Anorak oder Schneeanzug. Kleidung aus reinen Naturfasern (z. B. Baumwolle oder Rohseide) hält lange warm. Allerdings sind u. a. für die Unterwäsche auch Kunstfasern gut geeignet, da diese keine Nässe speichern. Nicht zu vergessen warme Socken, Handschuhe und Mütze. Ob es Ihrem Baby gut geht oder ihm zu kalt bzw. zu warm ist, können Sie mit folgender Methode prüfen: Kontrollieren Sie die Körpertemperatur im Nacken oder Hals des Babys – die Haut sollte warm, aber nicht feucht sein. Wenn die Hände etwas kühl sind, ist das kein Grund zur Sorge, solange sie nicht eiskalt sind. Achten Sie darauf, dass die „äußere Zwiebelschale“ nicht zu steif und schwer ist, weil sich Ihr Baby ansonsten nicht bewegen kann. Insbesondere Babys im Krabbelalter werden so leicht gefrustet.

Besonders Köpfchen und Gesicht eines Babys müssen geschützt werden, da es hier viel freie Haut gibt. Diese ist beim Baby fünfmal so dünn als die Haut eines Erwachsenen und verfügt auch noch nicht über das wärmeisolierende Unterhautfettgewebe. Tragen Sie daher eine wasserfreie Creme auf die Haut auf und schützen Sie den Kopf Ihres Kindes mit Mütze und Kapuze.

Babys brauchen viel frische Luft. Ideal ist ein täglicher Spaziergang von 20 bis 30 Minuten. Das Immunsystem wird gestärkt und gegen Erkältungen vorgesorgt. Der Körper erhält Licht, um das für den Knochenaufbau wichtige Vitamin D bilden zu können. Die Länge des Ausflugs richtet sich nach Wetter und dem Alter des Babys: Nur bei sehr kaltem Wetter bzw. scharfem Wind, Nebel (zu hohe Luftfeuchtigkeit) oder Temperaturen von mehr als minus acht Grad Celsius sollten Babys bis etwa sieben Monate besser zu Hause bleiben. Starten Sie mit Ausflügen von etwa 15 Minuten und verlängern Sie den Aufenthalt im Freien von Mal zu Mal. Übrigens: Schlafende, Neugeborene und dünne Babys frieren schneller als wache, ältere und wohlgenährte Babys!

Die meisten Babys werden im Kinderwagen herumkutschiert. Damit sich die Kleinen dort wohlfühlen, sollten sie bequem liegen und ausreichend Licht bekommen. Achten Sie im Winter trotzdem darauf, dass das Verdeck nicht zu weit geöffnet ist! Unter die Matratze können Sie ein passend zurecht geschnittenes Stück Isomatte legen, um den Wagen gegen die Kälte von unten zu isolieren. Auch ein Lammfell über der Matratze hält kuschelig warm. Alternativen zum Wagen sind Tragetücher und Rückentrage-Gestelle. Allerdings sind diese im Winter weniger zu empfehlen – hauptsächlich, weil man auch einmal ausrutschen und sich und das Baby dann verletzen kann. Prinzipiell ist jedoch nichts dagegen einzuwenden – insbesondere beim Tragetuch wird Baby von der Körpertemperatur der Eltern gewärmt. In einer Rückentrage oder einer Tragetasche ist bei Kälte die Gefahr des Auskühlens höher. Daher sollte Ihr Kind unbedingt einen Schneeanzug mit Kapuze tragen, am besten ein Modell, dass es komplett mit Fußteil und Handschuhen gibt und lieber eine Nummer zu groß als zu klein.

Die Schweißdrüsen von Neugeborenen sind noch gar nicht bzw. kaum ausgebildet, daher ist es vor allem im Winter wichtig, auch auf das Raumklima zuhause zu achten. Gegen Kälte (z. B. beim Wickeln) hilft ein Wärmestrahler (ideales Raumklima im Kinder- und Wohnzimmer etwa 20 Grad), gegen zu trockene Heizungsluft (greift die Schleimhäute an) auf Luftfeuchtigkeit zwischen 50 bis 70 Prozent achten (Wasserverdunster). Stellen Sie das Kinderbett keinesfalls an die Heizung, aber auch nicht in den Zug von Fenster oder Tür. Zum Schlafen kann die Zimmertemperatur ein wenig gesenkt werden (18 bis 19 Grad). Verwenden Sie anstelle einer Bettdecke einen Schlafsack.

Planen Sie ruhig auch einen Winterurlaub mit Baby, fragen Sie vor Aufenthalten in hochgelegenen Urlaubsgebieten zunächst Ihren Kinderarzt. Nehmen Sie Ihr Baby niemals auf eine Skipiste mit, die Verletzungsgefahr ist zu gross!

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